Montag, 24. Mai 2010

Gesundes Trockenfutter

Viele meinen, Zwerghamster sind nicht anspruchsvoll und es reicht ein Beutel x-beliebiges Hamsterfutter vom nächsten Supermarkt.

Das ist leider falsch.

Zwerghamster brauchen eine ausgewogene und vorallem gesunde Ernährung!
Meiner Meinung nach haben Pellets, Kringel, Gebäck und Farbstoffe nichts in einem Zwerghamsterfutter zu suchen!
Sicherlich gibt es schon Pellets, die aus verschiedensten Kräutern bestehen. Die sind sicherlich nicht immer ungesund, aber ein Zwerghamster findet sie auch nicht in der Natur.

Man muss zurück denken:
Wo kommen die Zwerge her? Was finden sie dort in der Natur? Was können wir ihnen bieten? Oder was können wir ersetzen? Was können wir optimieren? Und was brauchen sie mittlerweile als Haustiere?

Das Futter sollte aus Saaten/Samen, Blüten, Blättern und Kräutern bestehen. Produkte, die wir nicht kaufen können, sollten wir mit Gleichwertigem ersetzen.

Unsere Zusammensetzungen varrieren, denn in der Natur finden die Zwerge auch nicht täglich die selbe Zusammensetzung.
Jeder muss für sich und seine Hamster, die optimale Zusammensetzung finden.
Wir verwenden unter anderem, wenn möglich aus dem Bioladen:

Glanzsaat/Kanariensaat
Exoten-Mix
Hirse
6-Kornmix
Sesam
Mariendistelsaat
Leinsaat
Negersaat
Roter Rübsen
Japanhirse
Hanf
Grassamen
Mannahirse
Rosenblüten
Paprika
Zucchiniwürfel
Maisflocken
Paddy-Reis
Erbsenflocken
Sonnenblumenblätter
Pfefferminzblätter
Basilikumblätter
Ginkgoblätter
Rotkleeblüten
Gänseblümchen
Ringelblumenblüten
Milo
Kardisaat
Dari
Puffmais
Kamille
Brombeerblätter
Grüner Hafer
Ebereschenbeeren
Karottenwürfel
Tomatenflocken
Pastinakenwürfel
Gurkenkerne
Löwenzahnwurzel
Löwenzahnblättchen
Sonnenblumenkerne

Und so sieht das leckere Futter aus:


Die kleinen Saaten fallen natürlich immeer nach unten durch, deshalb muss man vor jedem Füttern gut durchmischen:


Und selbst den Kleinsten scheint es schon zu schmecken:



Nachtrag:
Es befinden sich auch Bachflohkrebse in dem Futter, allerdings nur in geringen Mengen. Nicht jeder unserer Hamster frisst Trockeninsekten, so fütter ich Eiweiß extern, um zu kontrollieren, dass alle ihre Eiweißration zu sich nehmen.

Russian Blues leiden unter Trennung

Unsere Russian Blues haben tatsächlich getrauert. Die Männchen hatten extrem abgenommen, auch das Weibchen hatte einige Gramm weniger zu verzeichnen.

Mein Männchen Pino habe ich gar nicht mehr zu Gesicht bekommen, ich hatte jeden Morgen Angst, dass er im Nestchen liegt und nicht wieder aufwacht.

Also haben wir uns zu Hause abgesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, die Paare wieder zusammen zu bringen. Ich habe einfach Angst, dass sie uns sonst verlassen werden vor Trauer.

Und wie erwartet:
In Zweisamkeit wird sich abgeschleckt, geputzt, geneckt und lieb gehabt. Die Jungs schlagen sich die Bäuche voll und wir verwöhnen sie jetzt mit vielen Leckereien.
Kein Quietschen, kein Meckern.

Und so denken wir, dass es die richtige Entscheidung war. Von Nachwuchs gehen wir eigentlich nicht mehr aus, dennoch werden wir unsere regelmäßigen Kontrollen weiterhin durchführen.

Wir überlegen, ob wir zum Thema Russian Blue & Hybriden eine Homepage eröffnen um auf Gefahren & Besonderheiten hinzuweisen.

Freitag, 21. Mai 2010

Russian Blue - was ist das?

Wir haben viele Zuschriften bekommen zum Thema Russian Blue bei Dsungaren.
Erst einmal müssen wir das Gerücht aus der Welt schaffen:

Russian Blue ist keine Dsungaren-Farbe!

Die Farbe Russian Blue basiert auf gezielten und kontrollierten Hybridverpaarungen, die in Holland entstanden sind.

Hybridverpaarungen bedeuten, dass irgendwann eine Verpaarung zwischen Campbell und Dsungare stattgefunden hat. Der Campbell hat die Gene für die Farbe Black mit in die Verpaarung gebracht und der Dsungare die Gene für Saphir. Aus Saphir und Black entstand dann irgendwann ein dunkles Grau-Blau und es wurde "Russian Blue" getauft. Der Gencode für diese Farbe lautet somit: aadd

Diese neue Farbe wurde dann immer mehr zum Typ Dsungare hingezüchtet, sodass es heute Zwerghamster gibt, die den Körperbau von einem Dsungaren besitzen aber noch die neue Farbe tragen.
Die Russian Blues haben ein dichtes, dunkles Blau-Graues Fell, einen weißen Bauch und eine weißes Lätzchen, sowie helle Öhrchen und Pfötchen.

Wir haben uns in unserer Zucht das Ziel gesetzt, reine Dsungaren ohne Campbellgene zu züchten. Leider ist dies gar nicht so einfach, denn man geht davon aus, dass weit über 90% aller "Dsungaren" auf dem Markt Campbellgene in sich tragen.

Trotzdem hat das Thema Russian Blue unser Interesse geweckt:
Wie unterscheiden sie sich von dem reinen Dsungaren?
Verhalten sie sich anders?
Benötigen sie andere Lebensräume/Gehege?
Wie ernähren sie sich?
Und vorallem: Sind sie gesund?


Man muss davon ausgehen, dass es aus mangelndem Wissen geschehen ist, dass so viele Mischlinge auf dem Markt existieren. Genau deswegen muss man hier unterscheiden:
Dies ist eine gewollte Veränderung von großen verantwortungsvollen Zuchten!
Viele behaupten "die Tiere sind krank." Und das Schlimme ist: Viele plappern das einfach nach, ohne sich mit dem Thema beschäftigt zu haben.

Wir hatten nun viele Meinungen gehört, aus verschiedenen Ländern und so sind wir zu der Entscheidung gekommen uns eine eigene Meinung zu bilden. Im letzten Sommer 2009 zog unser erster Russian Blue bei uns ein. Zusätzlich trägt er das Muster Merle.

Ein lieber kleiner aufgeweckter Kerl. Er wurde schnell zutraulich und hatte auch eher das sanftmütige Wesen eines Dsungaren.
Regelmäßig beobachteten wir den Gewichtsverlauf und führten Diabetes-Tests durch.

Der kleine Mann zeigte keine Auffälligkeiten, hielt sein Gewicht von 55g und auch verschiedene Diabetes-Tests waren immer eindeutig negativ. Was wir feststellen konnten: Der Buddeltrieb war nicht sehr ausgeprägt. Der Herr lebt lieber an der Oberfläche. Auch von der Ernährung ist er unkompliziert, der Napf ist immer wie "ausgeleckt".

Hatten wir jetzt nur Glück mit unserem Männchen? Ist er eine Ausnahme?

Um sicher zu gehen holten wir anfang 2010 drei weitere Hamster zu uns.
Ein Weibchen, russian blue.
Ein Männchen, russian blue.
Ein Weibchen, Agouti trägt black.

Alle 3 entwickelten sich prächtig, alle erreichten ein adultes gesundes Gewicht von ca. 50g und waren alle eindeutig Diabetes negativ.

Was uns aufgefallen ist:
Sie sind über das selbstgemische Futter hergefallen, auch hier ist keiner wählerisch. Und alle 3 lebten ebenfalls nur an der Oberfläche, das Streu wurde einfach plattgetrampelt. Es wurden eher nur Lauf-Rinnen gebaut, wie eine kleien Autobahn ;-)

Wir entschlossen uns, zwei Paare zu bilden. Es war sehr beeindruckend, alle 4 waren unglaublich sozial. Kein Streit, kein Meckern, es wurde sich sogar gleich gegenseitig geputzt.

Sie lebten über Monate harmonisch zusammen, beide Paaren taten unter einander alles gemeinsam. Kuscheln im Nest, Sandbaden, Fressen, Laufen, Liebkosen, um Leckerlies betteln...


Weiterhin blieben alle Tests und Gewichtskontrollen unauffällig. Nur eins war merkwürdig:
Trotz Geschlechtsverkehr, den wir beobachtet hatten, stellte sich kein Nachwuchs ein. Bei beiden Paaren!
Ich hörte schon davon, dass es wohl länger dauern würde bei den Farben. Warum konnte mir bislang keiner beantworten. "Sie machen ihren Job nicht so gut!" hörte ich nur immer wieder.

Gut, als Job würde ich das jetzt wirklich nicht bezeichnen, aber woran liegt es? An der Gehegegröße? Bis lang habe ich nur Nachwuchs gesehen bei Züchtern, die auf minimalen Raum ihre Tiere gehalten haben. Kann es damit zusammen hängen? Oder mit der unterschiedlichen Ernährung? Ohne Zucker, ohne bunte Kringel...?

Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Dennoch habe ich mich entschlossen, nichts an meinen Haltungsbedingungen und an der Ernährung zu verändern, das würde mir zu sehr widerstreben.

Deshalb hatten wir uns entschlossen, die Paare zu trennen und dieses Projekt zu beenden. Ich hatte genug gelernt für mich, habe das erreicht, was ich wollte:

Mehr über diese Linie, diese Farbe, erfahren.

Doch jetzt ist etwas geschehen, was ich nie für möglich hielt.
Meine 4 Zwerge sind unglücklich! Ich wusste, dass manch unserer reinen Dsungaren sich anders verhalten, nach 2 Wochen Zusammenleben mit dem Partner, aber so?

3 von 4 unseren Hybriden hocken nur noch in ihrem Häusschen. Sie kommen nicht mehr zu den gewohnten Uhrzeiten raus. Selbst ein Leckerlie kann sie nicht überzeugen, nur noch für das Nötigste verlassen sie ihr Haus. Und was mir ein Grund zur Sorge gibt: Sie sortieren jetzt ihr Futter, ein Männchen hat sogar 2 oder 3 Tage sein Futter ignoriert! Nach einigen Tagen haben beide Männchen abgenommen. Eines hat jetzt 3g verloren, das andere 5g. Beide haben über Monate immer ihr Gewicht gehalten, aufs Gramm genau.

Nur das Agouti Weibchen scheint es nicht zu stören.

Ich denke ich werde das jetzt heute und morgen nochmal beobachten, aber wenn sich nichts ändert sehe ich mich fast gezwungen wieder die Paare zusammen zu bringen. Es hilft ja nichts, wenn mir meine Zwerge an Liebeskummer eingehen.



Hatten sie etwa ihren Partner fürs Leben gefunden?

Das Baby hat nicht überlebt

Nach langer Pause möchten wir nun eine traurige Nachricht überbringen:

Das Baby hat es leider nicht geschafft.

Mama Saphira hatte sich rührend im den Nachwuchs gekümmert, ich habe sie beim Säugen beobachtet und auch wie das Baby Kot abgesetzt hatte. Leider war es am nächsten Morgen tot. Saphira hatte es jedoch nicht verletzt und sie hatte ihr Bestmöglichstes getan, ich denke es lag am Wurf. Die Linien beider Elternteile wurden vorsichtshalber eingestellt.

Natürlich war dies eine sehr riskante Entscheidung, eine fremde Art mit ins Nest zu legen. Aber man kennt es ja auch dem Tierreich, dass solche Wunder geschehen.

Jedoch hätte ich es bei einer anderen Mutter nicht ausprobiert und mich für die reine Handaufzucht entschieden.

In diesem Sinne hoffe ich, dass es Teddy-Mami Virginia und ihrem Nachwuchs im Himmel sehr gut geht....

Mittwoch, 28. April 2010

Zwergen Mama adoptiert Mittelhamsterbaby

Gestern ist leider etwas Schreckliches bei uns geschehen. Bei einer Geburt ist die Mutter, eine Teddyhamsterdame, aus unerklärlichen Gründen verstorben.

Als ich die Mama behutsam aus dem Nest nahm, um zu sehen ob sie noch lebt, piepste lautstark etwas im Nest. Die Mama hatte uns etwas hinterlassen:
ein kleines Baby.


Es war für uns nur ein kleiner Trost, aber ein Baby hatte überlebt! Ich mischte aus Katzenmilch und anderen Zutaten eine lauwarme Milch an, um den Kleinen zu füttern.
Ich war recht optimistisch aber von Minute zu Minuten musste ich mir ja klar machen, dass dieses kleine rosa Würmchen es wahrscheinlich so nicht schaffen würde.

Nach langer reiflicher Überlegung beschloss ich, ihn mit dem Nestmaterial meiner Dsungarischen Zwerghamster Mami abzureiben und ihr ihn anzubieten.

Natürlich ist dies ein riskantes "Projekt", aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Um dem kleinen Wurm alles gute zu wünschen, tauften wir ihn "Unique's to be lucky".

Ich legte ihn ins Streu vor das Haus der Vollblutmami und beobachte, was passierte. Die Zwerghamsterdame stürzte sich auf das Baby und es schrie wie am Spieß!
Ich war so erschrocken dass ich die Mami gleich wegreißen wollte, doch dann sah ich dass sie ihn nur im Maul hatte um das Würmchen zu transportieren. Der kleine Scheihals gab alles was er konnte, doch dann lag er schon im Nest zwischen 3, mehr als doppelt so große, Zwerghamsterbabies im Alter von 10 Tagen.

Die Zwergenmami war unheimlich aufgeregt, buddelte ihr Nest zu und legte sich auf alle 4 Babies.

Ich wollte der kleinen neuen Familie erst mal ein wenig Ruhe gönnen und der Natur ihren lauf lassen. Entweder zieht sie ihn groß oder sie lässt ihn "verschwinden".

Nach mehreren Stunden wollte ich nochmal nachsehen, ob das kleine adoptierte Baby noch im Nestchen lag.... und siehe da:

Mittem im Gewusel strampelt das kleine rosa Ding


Jetzt bin ich erst einmal beruhigt, vielleicht schafft es das kleine Kerlchen ja wirklich!

Ich bleibe optimistisch und überlege mir schon jetzt, wie ich weiter handeln werde, wenn es zu groß wird.
Irgendwann reicht die Milch nicht mehr und ich muss es zufüttern oder sogar rausnehmen, weil es einfach zu groß wird.

Wir werden sehen...

Mittwoch, 21. April 2010

Wirklich züchten? Die finanzielle Seite....

Da das Thema auch in andere Blogs gerade sehr aktuell ist, möchten wir es auch noch einmal aufgreifen.

Sollte man wirklich züchten? Wann ist es okay zu züchten?

An aller erster Stelle steht: Genetikwissen!
Ohne dieses gefährdet man das Leben seiner Tiere.

Ein zweiter Stelle steht leider: finanzielle Mittel

Liebe Leser,
eine Zucht sollte man sich wirklich nur dann aufbauen, wenn man die finanziellen Mittel dazu besitzt.

Fangen wir von ganz vorne an, die Anschaffung eines Tieres.
Ein Zuchttier kostet meistens zwischen 5 und 40euro, es kommt ganz auf die Herkunft an. Dann kommt noch die Transportbox dazu mit ca. 10euro, die Fahrt oder der Aufwand kann im schlimmsten Falle mehrere hundert Euro kosten...

Gehen wir mal von einer günstigen Abwicklung aus und rechnen 40euro pro Zuchttier.

Eine Zucht besteht ja nicht nur aus zwei Tieren, wie man sich denken kann. Wenn man erfolgreich sein möchte, braucht man mehrere blutsfremde Tiere.

Die Anschaffung ist damit ja nicht erledigt, es geht um die Unterbringung, um die artgerechte Haltung. Kauft man sich alles neu, sind mit 100 bis 150euro pro Hamsterheim zu rechnen.

So weit, so gut. Das klingt viel? Mehrere hundert euro? Oder sogar ein paar tausend?

Die Anschaffung ist das kleinste Übel bei einer Zucht. Die laufenden Kosten, wie...

- immer mal wieder neue Einrichtungsgegenstände
- wirklich gesundes Futter, vielleicht sogar mehrere Sorten um auf jedes Tier einzugehen
- Frischfutter
- Eiweiß
- unzählige Packungen Spähne
- Diabetes-Teststreifen
- Tierarztbesuche
- Leckerlies

...und da kommt im Monat eine geballte Summe zusammen. Um seine Kosten zu minimieren, muss man sehr viel Zeit investieren.

Würde ich mein Trockenfutter nicht selbst mischen, müsste ich 100euro im Monat dafür ausgeben. Jetzt bestelle ich alles in größeren Mengen, doch wenn ich es bestelle kommt auch eine dicke Rechnung auf uns zu.

Leckerlies werden selbst gemacht und somit zahle ich im Monat ungefähr 20euro dafür. Würde ich sie kaufen, wäre es das 3-fache.

Knabberstangen kann ich leider nicht selbst machen, also kommen nochmal ungefähr 50euro im Monat auf uns zu.

Das Einstreu beziehen wir zum Teil von einem Pferdeshop, da wir ungefähr 1800Liter Streu bei einem kompletten Wechsel verbrauchen. Wenn das mal nicht klappt sind 30 Packungen normales Kleintierstreu vom Baumarkt zu kaufen, das sind dann ca. 90euro.

Meine Hamstertruppe verspeist täglich 2-3 verschiedene Gemüsesorten. Weil ich kein gespritztes Gemüse möchte, kaufe ich alles bio. Und mir stellen sich gerade selbst meine Nackenhärchen auf, was für eine Summe das ist. Das sind in Sommermonaten mindestens 60euro, in Wintermonaten weit aus mehr...

Eiweiß brauchen sie natürlich auch 2x in der Woche und tragende Weibchen noch öfter. Das ist relativ günstig und ich bin mit 10-15euro im Monat dabei...

Zusätzlich gibts für die Mamis noch Babybrei, natürlich sollte der auch gesund sein.

Bitte rechnet ein, dass Zwerghamster bis zu 8-9 Jungen gebähren können und Mittelhamster bis zu 16-18 Welpen. Ist euch bewusst, dass JEDES Tier in der Not in einen eigenen artgerechten Käfig ziehen muss? Dass auch locker mal 15 hungrige Mäuler mehr gefüttert werden müssen?

Ihr müsst überlegen, ob ihr Zeit habt eure Tiere jeden Abend 1-2 Stunden zu füttern, zu kontrollieren... Und noch viel mehr Zeit, um Auslauf zu geben. Habt ihr wen, der sich für euch hinstellt wenn ihr im Urlaub seid? Oder wird auf alles andere verzichtet?

Mit Sicherheit habe ich noch etwas vergessen, aber ihr seht, eine Hamsterzucht hängt ganz schön am Geld und natürlich auch von der Zeit ab.

Es geht nur, wenn alle im Haushalt an einem Strang ziehen, Geld dafür bewusst zur Seite gelegt wird und man sich trotzdem noch sein eigenes Leben schön gestalten kann.
Reduziert nicht euer Leben auf Hamster, auch wenn sie einem noch so viel geben.

Wenn man seine eigenen Vorlieben einschränken muss, ist auch nicht das nötige Geld für eventuelle Notfälle vorhanden...

Gerne beantworte ich euch alle Fragen.

Liebe Grüße

Dienstag, 13. April 2010

Mandarin & die Gefahren

Viele fragen uns, warum wir Mandarin züchten.

Uns ist bewusst, dass diese Zuchtform wohl immer riskant bleiben wird, aber wir legen unsere Hoffnungen in eine Linie, die über Jahre negativ gezüchtet wurde.

Wir würden niemals mit einem Diabetes positiven Tier züchten, das ist Quälerei. Auch wenn wir die Farbe noch so schön finden, die Gesundheit steht nunmal an erster Stelle.

Unsere Mandarins werden meistens alle zwei Wochen auf Diabetes getestet, außerdem geben wir dessen Nachkommen nur an Leute ab, die mit uns in Kontakt bleiben und sich regelmäßig verpflichten Diabetes Tests durchzuführen, damit wir einen Überblick behalten.
Bislang hatten wir wirklich sehr viel Glück, alle Nachkommen sind bleibend negativ und das bestärkt uns und diese Linie!

Ganz ehrlich, ich wüsste nicht ob unsere Nachzuchten auch dazu neigen, ich weiss nicht was passiert wenn man sie extrem zuckerhaltig füttert.

Aber da wir eine gesunde Ernährung bei uns und unseren Abnehmern vorraussetzen, werden wir das wohl auch niemals erfahren.

Der Punkt ist, dass man nie 100% sagen kann, ob die Tiere immer negativ bleiben bzw dessen Nachzuchten, denn 4% aller Dsungaren sind Diabetes positiv, egal welche Farbe oder Muster.

Wir sind froh eine solche Linie entdeckt zu haben und sind gerne auch bereit sie an Züchter weiter zu geben, die sich dieser Verantwortung bewusst sind.