Mittwoch, 28. April 2010

Zwergen Mama adoptiert Mittelhamsterbaby

Gestern ist leider etwas Schreckliches bei uns geschehen. Bei einer Geburt ist die Mutter, eine Teddyhamsterdame, aus unerklärlichen Gründen verstorben.

Als ich die Mama behutsam aus dem Nest nahm, um zu sehen ob sie noch lebt, piepste lautstark etwas im Nest. Die Mama hatte uns etwas hinterlassen:
ein kleines Baby.


Es war für uns nur ein kleiner Trost, aber ein Baby hatte überlebt! Ich mischte aus Katzenmilch und anderen Zutaten eine lauwarme Milch an, um den Kleinen zu füttern.
Ich war recht optimistisch aber von Minute zu Minuten musste ich mir ja klar machen, dass dieses kleine rosa Würmchen es wahrscheinlich so nicht schaffen würde.

Nach langer reiflicher Überlegung beschloss ich, ihn mit dem Nestmaterial meiner Dsungarischen Zwerghamster Mami abzureiben und ihr ihn anzubieten.

Natürlich ist dies ein riskantes "Projekt", aber ich wusste keinen anderen Ausweg. Um dem kleinen Wurm alles gute zu wünschen, tauften wir ihn "Unique's to be lucky".

Ich legte ihn ins Streu vor das Haus der Vollblutmami und beobachte, was passierte. Die Zwerghamsterdame stürzte sich auf das Baby und es schrie wie am Spieß!
Ich war so erschrocken dass ich die Mami gleich wegreißen wollte, doch dann sah ich dass sie ihn nur im Maul hatte um das Würmchen zu transportieren. Der kleine Scheihals gab alles was er konnte, doch dann lag er schon im Nest zwischen 3, mehr als doppelt so große, Zwerghamsterbabies im Alter von 10 Tagen.

Die Zwergenmami war unheimlich aufgeregt, buddelte ihr Nest zu und legte sich auf alle 4 Babies.

Ich wollte der kleinen neuen Familie erst mal ein wenig Ruhe gönnen und der Natur ihren lauf lassen. Entweder zieht sie ihn groß oder sie lässt ihn "verschwinden".

Nach mehreren Stunden wollte ich nochmal nachsehen, ob das kleine adoptierte Baby noch im Nestchen lag.... und siehe da:

Mittem im Gewusel strampelt das kleine rosa Ding


Jetzt bin ich erst einmal beruhigt, vielleicht schafft es das kleine Kerlchen ja wirklich!

Ich bleibe optimistisch und überlege mir schon jetzt, wie ich weiter handeln werde, wenn es zu groß wird.
Irgendwann reicht die Milch nicht mehr und ich muss es zufüttern oder sogar rausnehmen, weil es einfach zu groß wird.

Wir werden sehen...

Kommentare:

  1. Liebe Sonja,
    das ist solch ein rührende Geschichte mitten aus dem Hamsterleben. Eine Dsungarin zieht verwaistes Mittelhamsterbaby groß. Hoffen wir, dass Unique's to be Lucky es schafft. Toi, toi, toi für das kleine Würmchen.
    Es ist natürlich sehr traurig und schlimm, dass dein Mittelhamstermädchen Virginia bei der Entbindung ums Leben gekommen ist.

    LG
    Heike

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Sonja,

    alles Gute für den Kleinen. Der soll auch groß und stark werden. Wir haben vor kurzen etwas ähnliches in unserer Campbell-Liebhaberzucht erlebt.

    Unser Neuzugang aus Köln, ein ca. 3-monatiges weißes Campbell-Weibchen namens Flöckchen, hat am 02.05.2010 zum ersten Mal Babies bekommen. Das erste Mal ist ja immer ein besonderes Risiko, weil die Weibchen unerfahren sind. Da kann leider viel passieren.

    Bedauerlicherweise hat Flöckchen ihre Babies nicht angenommen, im Becken verteilt und sich längere Zeit nicht um die Kleinen gekümmert. Da sie schon ganz ausgekühlt waren und nach Milch schrien, entschlossen wir uns zu einem wagemutigen Experiment.

    Unser kleiner schwarzer Wirbelwind Abby hat nach mehrmonatigem Zusammenleben mit Kasimir unerwarteterweise am 28.04.2010 ein dralles Einzelkind auf die Welt gebracht und sich sehr gut um ihr Baby gekümmert. Wir haben die Babies von Flöckchen einfach bei Abby ins Nest gelegt, als diese Futter gesammelt hat. Und jetzt kommt die große Überraschung. Abby kümmert sich um die Kuckuckskinder, denn ohne die Milch von Abby wären diese schon verhungert. Es ist ihr scheinbar nicht aufgefallen, dass ihr Einzelkind plötzlich noch 6 Geschwister bekommen hat.

    Bisher sieht alles sehr gut aus. Die Kuckuckskinder werden genauso gesäugt und beschützt wie ihr eigenes Baby. Wir hoffen und fiebern jede Stunde, dass dieses aus der Not angefangene Experiment gelingt. Drückt uns die Daumen.

    Mittlerweile laufen alle Kuckuckskinder mit geöffneten Augen herum und es geht ihnen sehr gut. Mehr von dieser Geschichte gibt es auf unserer Home-Page http://www.clamazi.de

    LG
    Claudia & Mark

    AntwortenLöschen
  3. Hallo :-)
    Ich bin durch den Artikel "5 Blogs über Hamster #1" bei Fabian von dem Campbells auf dieses Blog aufmerksam geworden ... und lese dann direkt so eine rührende Geschichte *schluchz*
    Hat mit dem Baby alles geklappt?
    Ich drücke auf jeden Fall ganz fest die Daumen!
    Liebe Grüße von
    Sylvia und der Rasselbande

    AntwortenLöschen
  4. Schon sehr interessant, dass kurz hintereinander zwei solche Geschichten zu erzählen sind. Wir drücken euch natürlich auch die Daumen und hoffen, dass alles gut geht!
    Achso... Schön, dass es wieder ein neues Hamsterblog gibt! :)

    AntwortenLöschen